Die Anpassungsstörung

Wenn Trauer, Krise, Trennung, Verlust, Krankheit, Geldsorgen und/oder Stress uns überfordern

Herzlich willkommen zu meinem ersten Blogbeitrag! Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das viele von uns betreffen kann, aber oft missverstanden wird:

Das Leben ist eine Reise voller Höhen und Tiefen und manchmal können uns die Herausforderungen des Alltags überwältigen. In solchen Momenten ist es wichtig zu verstehen, dass es normal ist, sich gestresst, überfordert oder traurig zu fühlen, doch wenn dies Überhand nimmt und uns überfordert, ist es völlig in Ordnung sich Hilfe zu holen. In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen die Anpassungsstörung und wie sie sich auf Ihr Wohlbefinden auswirken kann.

Was ist eine Anpassungsstörung?

Die Anpassungsstörung ist eine psychische Erkrankung, die wie die akute Belastungsreaktion zur Gruppe der Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen gehört. Sie ist eine Reaktion auf eine belastende Lebenssituation oder ein einschneidendes Lebensereignis, also eine Reaktion auf außergewöhnlichen Stress, bei dem die Symptome andauern und das alltägliche Leben beeinträchtigen. Solche belastenden Ereignisse können zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen, eine schwere Krankheit, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine Trennung oder Scheidung, Umzüge oder finanzielle Probleme sein. Sie gehört zur Gruppe der depressiven Verstimmungen.

Symptome der Anpassungsstörung:

Die Symptome einer Anpassungsstörung können von Person zu Person unterschiedlich sein, aber sie umfassen oft emotionale, körperliche und verhaltensbezogene Veränderungen. Hier sind einige häufige Symptome:

1. Emotionale Symptome:

  • Ständige Sorge und Ängstlichkeit
  • Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit
  • Reizbarkeit oder Wutausbrüche
  • Gefühl der Hoffnungslosigkeit

2. Körperliche Symptome:

  • Schlafstörungen, wie Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen
  • Appetitveränderungen, entweder übermäßiges Essen oder Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder andere körperliche Beschwerden ohne klare Ursache

3. Verhaltensbezogene Symptome:

  • Sozialer Rückzug oder Isolation
  • Probleme bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben
  • Verlust des Interesses an früheren Aktivitäten oder Hobbys
  • Schwierigkeiten bei der Konzentration oder Entscheidungsfindung

Wie kann man mit einer Anpassungsstörung umgehen?

Die gute Nachricht ist, dass es Wege gibt, mit einer leichten Anpassungsstörung umzugehen und das Wohlbefinden wiederzuerlangen. Hier sind einige bewährte Strategien:

1. Suchen Sie Unterstützung:

  • Teilen Sie Ihre Gefühle und Sorgen mit Freunden, Familie oder einem Therapeuten.
  • Nutzen Sie Unterstützungsgruppen, in denen Sie Menschen treffen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

2. Selbstfürsorge:

  • Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und tun Sie Dinge, die Ihnen Freude bereiten.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige körperliche Aktivität.

3. Stressmanagement:

  • Entwickeln Sie Techniken zur Stressbewältigung wie Meditation, Atemübungen oder Yoga.
  • Versuchen Sie, Stressauslöser zu identifizieren und Strategien zu finden, um damit umzugehen.

4. Schaffen Sie eine gesunde Routine:

  • Strukturieren Sie Ihren Tag mit festen Zeiten für Arbeit, Ruhepausen und Freizeitaktivitäten.
  • Setzen Sie realistische Ziele und brechen Sie sie in kleinere, erreichbare Schritte auf.

Es ist aber auch völlig in Ordnung, wenn Sie Unterstützung benötigen und in diesem Fall sollten Sie sich auch Hilfe holen, um die Anpassungsstörung zu behandeln.

Als erfahrener Therapeut auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit kann ich Ihnen dabei helfen, die Anpassungsstörung zu verstehen, Ihre psychischen Ressourcen zu stärken und Bewältigungsstrategien zu entwickeln, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Gemeinsam mit mir können Sie daran arbeiten, Ihr Wohlbefinden wiederzuerlangen und den Alltag besser zu bewältigen.

Ihre mentale Gesundheit ist wichtig, das sollten Sie niemals unterschätzen und es ist ein wichtiger und mutiger Schritt sich Hilfe zu holen. Schließlich „läuft“ ja auch niemand freiwillig mit einem gebrochenen Bein herum.

Kontaktieren Sie mich gerne!

Schreibe einen Kommentar